Schokolade macht glücklich

Ein Artikel von Angelika Kraft | 01.12.2021 - 14:00
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Schokolade gilt zweifelsfrei als eines der fabelhaftesten Luxusgüter, das den Gaumen erfreut und die Seele streichelt. Nur die Vorlieben unterscheiden sich – dem einen kann seine Schoki nicht süß genug sein, der andere greift lieber zur tiefschwarzen 90-Prozentigen und der dritte bevorzugt seine Tafel ganz in Weiß.

Schokolade im Test
Wir haben die kalorienschwere Herausforderung angenommen und zur großen Schokoladen-Verkostung aufgerufen. Fast 50 Tafeln verschiedener Couleur trafen in der Redaktion ein, um auf Aussehen, Geruch und Geschmack verkostet und bewertet zu werden. Eingeteilt haben wir die eingereichten Produkte nach ihrer Farbe: weiße Schokolade, Milchschokolade und Bitterschokolade heißen die drei großen Gruppen. Auch jene Produkte, die nicht ganz eindeutig einer dieser drei Gruppen zuzuordnen waren, wie etwa gefüllte Schokoladen, vegane Produkte oder Pralinen haben wir einer der drei Hauptgruppen zugeordnet – und sei es nur, weil sie mit einer der drei Schokoladensorten überzogen wurden.

Unnütze Naschereien
So, nun genug der organisatorischen Dinge, kommen wir zu weitaus Genüsslicherem und widmen uns dem Hauptakteur unserer Verkostung, der Schokolade.
„Süßigkeiten müssen keinen Nutzen haben, deswegen sind es ja Süßigkeiten“, stellte bereits Willy Wonka in seiner Schokoladenfa­brik fest. Damit ist Schokolade wohl die unnützeste Nascherei, die es gibt. Trotzdem – oder gerade deshalb – zählt sie zu den beliebtesten Genussartikeln der Menschheit.
Gute Schokolade ist besser als jede Droge. Sie schmiegt sich an Zunge und Gaumen, turtelt mit den Papillen und schenkt uns den einen oder anderen Endorphinausstoß. Denn Kakao, das Ausgangsprodukt von Schokolade, enthält neben einem hohen Fettanteil beträchtliche Mengen an Nährstoffen wie Magnesium, Kalium, Chrom, Eisen oder Vitamin E. Darüber hinaus verfügt Kakao über rund 500 verschiedene weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Es ist also kein Wunder, dass Schokolade selbst bei größtem Unglück die Welt ein bisschen freundlicher aussehen lassen kann.

Hochprozentig oder ganz in Weiß?
Besonders begehrt bei Feinschmeckern ist dabei die Bitterschokolade. Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 50 Prozent oder mehr wird immer beliebter – und das nicht nur unter der männlichen Bevölkerung. Auch wenn die Bitteren immer noch gerne als „Herrenschokolade“ bezeichnet werden. Schokoliebhaber steigen jedoch nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit zuliebe von süß auf bitter um. Denn in den vergangenen Jahren sind zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kakao entdeckt worden. So belegt etwa eine Studie des Universitätsspitals Zürich, dass dunkle Schokolade nicht nur gut für die Seele, sondern auch für das Herz, die geistige und körperliche Fitness ist und als Stresskiller fungieren kann.
Von der ganz dunklen Schokolade zur ganz hellen. Weiße Schokolade liebt man. Oder man hasst sie. Ein Dazwischen gibt es nicht. Damit aber nicht genug, ist die weiße Schokolade eigentlich ein Schummelpaket. Denn genau genommen handelt es sich hierbei nicht einmal um echte Schokolade. Weiße Schokolade enthält kein Kakaopulver, sondern lediglich Kakaobutter (mindestens 20 Prozent), Milch (Trockenmilch und Milchfett) sowie Zucker.
Zu welcher Farbe man schokoladentechnisch greift, entscheidet schließlich der persönliche Geschmack. Eine kleine süße Entscheidungshilfe kann Ihnen jedoch unsere Verkostung geben, werfen Sie doch einmal einen Blick auf unsere Kostnotizen und lassen Sie sich die Beschreibungen der eingereichten Produkte auf der Zunge zergehen. Wie ein Stückchen Schokolade …

Hier können Sie sich kostenlos das PDF der aktuellen Ausgabe von ZEIT FÜR GENUSS herunterladen. Ab Seite 36 finden Sie die Ergebnisse unserer großen Schokoladenverkostung.

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Mousse au chocolat

Zutaten (für 4 Portionen):
50 g Butter
250 g Schokolade (gehackt)
5 Eier
Salz
2 EL Zucker

Zubereitung:
Die Butter schmelzen und abkühlen lassen, bis sie lauwarm, aber noch flüssig ist. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und mit der Butter mischen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und kühl stellen. Die Eigelbe mit dem Zucker erst kalt aufschlagen, dann im Wasserbad dick-cremig schlagen. Die Eimasse mit der Schoko-Butter verrühren. Ein Drittel des Eischnees einrühren, den Rest mit einer Spachtel unterheben, sodass das Mousse glatt und luftig ist. Drei Stunden kalt stellen.