So grün, so gut 

Ist die Erbse die neue Avocado?

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 18.02.2026 - 09:37
shutterstock_1843875400.jpg

© Gorenkova Evgenija/Shutterstock.com

Vergiss Avocado – jetzt kommt die Erbse! Gleiche satt-grüne Farbe, gleiche cremige Konsistenz, aber mit deutlich besserem Gewissen. Während die Avocado oft um die halbe Welt reisen muss, um auf unseren Toast zu landen, wächst die Erbse ganz bodenständig vor unserer Haustür. Kein Fernflug, kein Wasserstress, kein schlechtes Öko-Karma – nur ehrlicher Genuss aus heimischer Erde. Und das Beste: Sie schmeckt fantastisch! Sanft, leicht süßlich und mit einem natürlichen Frischekick, der wunderbar mit Zitrone, Minze oder Chili harmoniert.

Die Erbse ist der stille Star des Feldes, der bisher immer etwas im Schatten glamouröser Superfoods stand. Doch eigentlich hat sie alles, um selber zum Trend zu werden: Farbe, Charakter, Nachhaltigkeit – und auf Social Media legt sie ebenfalls einen glänzenden Auftritt hin. Stell dir den satten Grünton auf knusprigem Bauernbrot vor, garniert mit schwarz glänzenden Sesamkörnern oder einem Spritzer Zitronensaft. Perfekter Snack, perfektes Bild, perfekte Haltung. Wer braucht da noch Avocado?
Auch in Sachen Umweltbilanz punktet die Erbse auf ganzer Linie. Sie wächst mit wenig Wasser, bindet sogar Stickstoff im Boden und sorgt so für fruchtbare Erde, auf der später wieder neue, gesunde Pflanzen gedeihen können. Regional angebaut bedeutet außerdem: kurze Wege, frische Ernte und volle Kontrolle über Herkunft und Qualität. Kein Container, kein Kühlhaus. Ein Erbsen-Aufstrich ist der Beweis, dass Nachhaltigkeit nicht nach Verzicht schmecken muss. Ihr Preis ist fair, ihr Nährwert hoch, ihr Aussehen unwiderstehlich. Und sind wir ehrlich – das satte Grün macht sich in jeder Küche mindestens so gut wie sein mexikanischer Verwandter. Vielleicht sogar ein bisschen besser, weil man beim Genießen kein schlechtes Gewissen mehr haben muss.

Die Erbse ist also mehr als ein Ersatz – sie ist ein Statement. Ein Bekenntnis zur regionalen Vielfalt, zum bewussten Genuss und zu einem Lebensstil, der sich nicht zwischen modern und nachhaltig entscheiden will. Sie zeigt, dass gutes Essen heute nicht mehr exotisch sein muss, um Eindruck zu machen. Manchmal kommt die Zukunft einfach aus dem eigenen Beet. 

Erbsen-Minz-Hummus

Zutaten:
• 120 g weiße Kichererbsen (aus der Dose)
• 150 g Erbsen (TK)
• 1 Zweig Minze
• Saft von ½ Zitrone
• 4 EL Tahin (Sesammus)
• 2 EL Olivenöl
• ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
• ½ TL Salz
• 2 Prisen gemahlener schwarzer Pfeffer
• Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
• Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und abtropfen lassen. Erbsen in einem Topf mit etwas Wasser 5 Minuten köcheln lassen, dann abgießen. Minzblätter abzupfen und einige Blätter zum Garnieren beiseitelegen.

• Vorbereitete Zutaten in einen Mixer geben. Zitronensaft, Tahin, Olivenöl sowie Gewürze hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse fein pürieren. Nach Bedarf etwas Wasser hinzufügen.

• Hummus in eine Schale umfüllen, mit Minzblättern und Sesam garnieren.