Pickles 

Altbewährt, aber gerade wieder im Trend

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 17.03.2026 - 10:03
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© New Africa/Shutterstock.com

Dazu kommt: Pickles sind vielseitig, praktisch und gelten als kleiner Gesundheitsschub, was sie zu einem Liebling bei allen macht, die Lust auf bewusste, aber genussvolle Ernährung haben. Kein Wunder, dass sie auf Social Media gerade wieder die Runde machen – „Fermentations-Challenges“ und DIY-Pickle-Tutorials inklusive.

Was genau sind Pickles?

Der englische Begriff „Pickle“ bezeichnet eingelegtes Gemüse, das in Essig, Salz und Wasser oder durch Fermentation haltbar gemacht wird. Dieser Prozess konserviert nicht nur, sondern bringt auch den charakteristischen, leicht säuerlichen Geschmack hervor. Klassische Gurken sind natürlich die Stars, aber praktisch alles lässt sich einlegen: Karotten, Zwiebeln, Blumenkohl, Rote Bete, Radieschen, Jalapeños und vieles mehr. Es gibt zwei Methoden:

  • Essigpickles: Hier wird das Gemüse in einer Mischung aus Essig, Salz, Wasser und manchmal Zucker und Gewürzen eingelegt. Essig wirkt dabei als Konservierungsmittel und verleiht eine intensive Säure. In Österreich haben sich typische Klassiker wie Essiggurkerl, eingelegte Zwiebeln, … etabliert und dürfen auf keiner Brettljause fehlen.
  • Fermentierte Pickles: Ganz ohne Essig nutzen sie Salzlake, um die natürliche Fermentation anzuregen. Nützliche Bakterien wandeln die Zucker im Gemüse in Milchsäure um, die das Gemüse haltbar macht und einen komplexeren, milderen Geschmack erzeugt.

Pickles landen nicht nur als Beilage auf dem Teller. Sie peppen Appetithappen, Salate oder Hauptgerichte auf, liefern eine knackige Textur und eine Prise Geschmack, die jedes Gericht spannender macht.

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Eingelegtes Gemüse ist alles andere als eine neue Erfindung. Schon vor rund 3.000 Jahren konservierten die Mesopotamier Gurken aus Indien in Essig und Salz – eine Technik, die Lebensmittel über längere Zeit haltbar machte, lange bevor es Kühlschränke gab. Auch Ägypter nutzten Pickles als Reiseproviant und Nährstoffquelle, und Römer, Griechen und Chinesen verbreiteten das Wissen rund um den Globus. Im Mittelalter waren Pickles besonders im Winter unverzichtbar, und Essig sowie Salz galten zudem als kleine Allzweck-Medizin. Jede Kultur entwickelte dabei ihre eigenen Rezepte: In Asien sind fermentierte Klassiker wie Kimchi oder Tsukemono unverzichtbar, in Europa süß-saure Gurken oder eingelegte Zwiebeln beliebt, während Lateinamerika gerne scharfe Chili-Pickles oder Gemüse-Escabeche auf den Tisch bringt. Heute, hunderte oder gar tausende Jahre später, sind Pickles nicht nur praktisches Haltbarmachen – sie sind wieder hip, bunt und definitiv ein Social-Media-Hit.