Fastenzeit

Zeit für einen Neustart

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 19.02.2026 - 11:10
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Der Aschermittwoch ist für viele der Startschuss, um für einige Wochen bewusster zu leben. Die Fastenzeit bietet die Gelegenheit, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und besonders beim Essen neue Akzente zu setzen. Ein vorübergehender Verzicht auf bestimmte Genussmittel kann helfen, Routinen zu durchbrechen und langfristig gesündere Entscheidungen zu treffen. 
Besonders wirkungsvoll ist es, Alkohol und Süßigkeiten zu reduzieren. Alkohol enthält nahezu so viele Kalorien wie Fett und hemmt gleichzeitig die Fettverbrennung – der Körper speichert überschüssige Energie dadurch schneller ein. Zuckerreiche Speisen und Getränke liefern zwar rasch Energie, sorgen aber kaum für anhaltende Sättigung. Das begünstigt Heißhunger und eine insgesamt höhere Kalorienaufnahme. Schon kleine Mengen können sich deutlich bemerkbar machen.

Beliebt sind Modelle wie „ein Tag essen, ein Tag fasten“, zwei Fastentage pro Woche oder – besonders alltagstauglich – die 16:8-Methode. Hier bleiben täglich 16 Stunden essensfrei, gegessen wird innerhalb eines achtstündigen Zeitraums. Schon dieses einfache Prinzip kann spürbare Effekte haben. Der traditionelle Fleischverzicht während der Fastenzeit hat historische Wurzeln. Wer komplett darauf verzichten möchte, sollte allerdings auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achten. Alternativ kann die Zeit genutzt werden, um regelmäßige fleischfreie Tage einzuführen und pflanzliche Alternativen auszuprobieren.
Fasten bedeutet dabei nicht zwingend völligen Nahrungsverzicht. Ob der Fokus auf einzelnen Lebensmitteln, auf bestimmten Gewohnheiten oder auf klaren Essenszeiten liegt – entscheidend ist die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensstil. Für gesunde Erwachsene ist das in der Regel unproblematisch. Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere oder Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten jedoch ärztlichen Rat einholen.