Das richtige Weinglas 

Warum Form wirklich zählt

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 23.04.2026 - 13:46
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Unterschiedliche Glasformen sorgen dafür, dass sich Aromen optimal entfalten und jeder Wein seinen eigenen Charakter zeigen kann. © 5PH/Shutterstock.com

Es lohnt sich, einmal bewusst zu vergleichen, wie unterschiedlich ein Wein aus verschiedenen Gläsern schmecken kann. Je nach Glas entfalten sich die Aromen unterschiedlich und gelangen auf andere Weise zur Nase – dadurch wirkt derselbe Wein im Geschmack oft ganz anders.

Universalglas – unkompliziert und vielseitig

Ein Universalglas macht genau das, was der Name verspricht: Es ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für Schaumwein ebenso wie für Weißwein, Rosé oder leichtere Rotweine. Ideal, wenn man nicht für jede Sorte ein eigenes Glas verwenden möchte.

Weiß, Rot oder prickelnd

Weißweingläser sind meist schmaler gestaltet, damit die feinen Aromen gezielt zur Nase geführt werden und die Frische des Weins erhalten bleibt. So wirken zarte, fruchtige Noten besonders klar. Rotweingläser hingegen sind größer und bauchiger. Dadurch bekommt der Wein mehr Kontakt zur Luft, was seine Aromen besser entfalten lässt und ihm mehr Tiefe verleiht.

Beim Schaumwein spielt die Kohlensäure die Hauptrolle. Sehr breite Gläser lassen die Perlage schnell entweichen, während klassische Sektflöten zwar elegant wirken, geschmacklich aber oft nicht optimal sind. Moderne Universal- oder speziell geformte Sektgläser sind hier die bessere Wahl, da sie die Frische und das Prickeln länger bewahren.