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Die vielen Sorten unterscheiden sich in Form, Farbe, Geschmack und Konsistenz – und bringen damit Abwechslung in die Herbstküche. © reddish/Shutterstock.com
Besonders unkompliziert ist der Hokkaido. Sein orangefarbenes Fruchtfleisch schmeckt leicht süßlich und nussig, die Schale wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Damit eignet er sich für eine schnelle Suppe ebenso wie für Ofengemüse, Curry, Risotto oder Pasta. Im Backrohr entwickelt er besonders intensive Aromen: In Spalten geschnitten, mit etwas Öl und Gewürzen geröstet, bekommt das Fruchtfleisch leicht karamellisierte Ränder. Etwas cremiger und milder präsentiert sich der Butternut. Der längliche Kürbis hat ein fein-nussiges, leicht süßliches Aroma und eignet sich hervorragend zum Pürieren. Suppen, Risotto und Pasta profitieren von seiner samtigen Konsistenz, aber auch aus dem Ofen schmeckt er hervorragend. Die Schale wird beim Garen weniger weich als beim Hokkaido und wird deshalb meist entfernt.
Wer kräftigere Aromen sucht, greift zum Muskatkürbis. Sein Fruchtfleisch ist intensiv orange, süßlich und würzig. Der Name kommt nicht von ungefähr: Das Aroma erinnert tatsächlich leicht an Muskat. Die Sorte verträgt kräftige Gewürze wie Ingwer, Chili oder Knoblauch und passt deshalb nicht nur in Suppen und Schmorgerichte, sondern auch in Currys und herbstliche Pasta. Auch für Kuchen und andere süße Speisen wird Muskatkürbis gerne verwendet. Eine ganz andere Konsistenz bringt der Spaghettikürbis auf den Teller. Sein Fruchtfleisch zerfällt beim Garen in lange Fasern, die an Spaghetti erinnern. Geschmacklich bleibt er eher mild und leicht süßlich. Mit Tomatensauce, Pesto oder gebratenem Gemüse wird daraus eine unkomplizierte Alternative zu klassischer Pasta. Gerade für schnelle Gerichte ist die Sorte interessant, weil sie mit wenigen Zutaten auskommt.
Kleine Kürbisse wie Sweet Dumpling oder Acorn Squash bringen wiederum ihre eigene Form mit. Der Sweet Dumpling fällt durch seine cremefarbene, grün gestreifte Schale auf und schmeckt süßlich und nussig. Der Acorn Squash erinnert mit seiner gerippten Form an eine Eichel und hat ein eher trockenes, nussiges Fruchtfleisch. Beide eignen sich hervorragend zum Füllen: Kürbis halbieren, Kerne entfernen, mit Gemüse, Getreide, Pilzen oder Käse füllen und im Ofen garen.
Von Suppe bis Dessert
Auch in der Kombination mit anderen Zutaten zeigt sich, wie vielseitig Kürbis ist. Zu den süßlichen Sorten passen kräftige Gegenspieler wie Chili, Knoblauch, Salbei oder Ziegenkäse. Nüsse und Kerne bringen zusätzlichen Biss, während Feta oder Halloumi für eine salzige Komponente sorgen. Wer es klassisch mag, kombiniert Kürbis mit Muskat, Ingwer oder Zimt. Und auch vor der süßen Küche macht das Herbstgemüse nicht Halt: Butternut und Muskatkürbis eignen sich für Kuchen, Muffins und Desserts.
Beim Einkauf lohnt sich deshalb der Blick über die bekannte orange Kugel hinaus. Ein Kürbis sollte fest sein und keine weichen oder faulen Stellen aufweisen. Ein trockener, verholzter Stiel deutet auf einen gut ausgereiften Kürbis hin. Ganze Früchte lassen sich unter geeigneten Bedingungen meist über längere Zeit lagern, angeschnittene Stücke gehören hingegen in den Kühlschrank. Ob cremige Suppe, knuspriges Ofengemüse, gefüllter Kürbis oder süßer Kuchen: Kaum ein anderes Herbstgemüse lässt sich so unterschiedlich einsetzen. Und genau darin liegt sein kulinarischer Reiz – Kürbis ist nicht einfach nur ein Saisonklassiker, sondern eine ganze Welt verschiedener Sorten und Geschmacksrichtungen.