Der Rub besteht aus einer trockenen Gewürzmischung, die kräftig in das rohe Fleisch einmassiert wird © RasaBasa/Shutterstock.com
Bevor die Marinade ins Spiel kommt, sollte das Grillgut gut vorbereitet werden. Fleisch, Fisch und Gemüse werden gründlich gewaschen und anschließend sorgfältig trocken getupft. Bei Tofu lohnt es sich, ihn vorher gut auszudrücken, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann. So nimmt er die Marinade später deutlich besser auf. Zum Marinieren eignen sich verschließbare Gefrierbeutel oder Behälter aus Glas oder Kunststoff besonders gut. Das Grillgut sollte möglichst vollständig von der Marinade umschlossen sein. So können Kräuter, Gewürze und Öle gleichmäßig einziehen.
Geduld zahlt sich aus: Eine gute Marinade braucht Zeit. Zwar reichen ein bis zwei Stunden für ein feines Aroma, noch intensiver wird der Geschmack jedoch, wenn Fleisch, Fisch oder Tofu über Nacht im Kühlschrank durchziehen dürfen. Besonders cremige Marinaden auf Basis von Joghurt, Buttermilch oder Sauerrahm haben einen zusätzlichen Vorteil: Die enthaltene Milchsäure macht das Fleisch angenehm zart.
Kleine Tricks, große Wirkung
Kurz bevor das Grillgut auf den Rost kommt, sollte überschüssige Marinade vorsichtig abgetupft werden. Auch größere Kräuterzweige werden besser entfernt. So verbrennen sie nicht auf dem Grill und herabtropfendes Öl verursacht weniger Rauch. Während des Grillens darf ruhig noch einmal nachgelegt werden. Wer etwas von der zuvor beiseitegestellten Marinade mit einem Pinsel dünn aufträgt, sorgt für noch mehr Geschmack und eine besonders appetitliche Oberfläche.
Bei den Gewürzen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano passen hervorragend zu Fleisch und Gemüse. Wer asiatische Aromen mag, kombiniert Chili, Ingwer, Knoblauch oder Koriander. Auch Honig, Senf, Zitronensaft oder Limette verleihen Marinaden eine ganz eigene Note.
Ein guter Tipp ist der sogenannte Rub. Anders als eine klassische Marinade besteht er aus einer trockenen Gewürzmischung, die kräftig in das rohe Fleisch einmassiert wird – daher auch der englische Name to rub („einreiben“). Der Rub bildet beim Grillen eine aromatische Kruste und sorgt für besonders intensiven Geschmack, ohne dass Öl auf die Glut tropfen kann.
BBQ-Rub zum Selbermachen
Ein selbst gemachter Rub ist schnell vorbereitet und eignet sich hervorragend für Steaks oder andere Fleischstücke.
Zutaten:
- 3 EL Salz
- 3 EL Rohrzucker
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1EL Paprikapulver
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL Kreuzkümmel
- 1 EL getrockneter Oregano
- 1 TL Senfpulver
Alle Zutaten gründlich vermischen und das Fleisch rundum damit einreiben. Anschließend etwa 30 Minuten ruhen lassen, bevor es auf den Grill kommt. Wer gleich etwas mehr zubereitet, kann den Rub in ein sauberes Schraubglas füllen. Trocken und lichtgeschützt gelagert bleibt die Gewürzmischung mehrere Monate haltbar und ist jederzeit einsatzbereit.