Weinhacks 

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Ein Artikel von Alexandra Pickner | 04.06.2026 - 12:37
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Flecken-Notfall

Ein Klassiker, der wirklich jedem schon passiert ist: Du sitzt gemütlich mit einem Glas Rotwein, drehst dich kurz um – und plötzlich landet der Inhalt des Glases auf dem Teppich, Sofa oder Lieblingsshirt. Im ersten Moment ist der Ärger groß, aber genau dann gilt: nicht hektisch werden.
Wichtig ist wirklich die Geschwindigkeit. Je schneller du reagierst, desto besser bekommst du den Fleck wieder in den Griff. Streu sofort eine dicke Schicht Salz auf die betroffene Stelle. Das Salz hilft dabei, die Flüssigkeit aufzusaugen und aus dem Stoff zu ziehen. Danach lässt du es kurz einwirken und tupfst die Stelle vorsichtig mit Mineralwasser ab. Ganz entscheidend: nicht reiben! Auch wenn der Reflex da ist – damit arbeitest du den Wein nur tiefer ins Gewebe und machst den Fleck schlimmer. Falls du kein Mineralwasser zur Hand hast, kannst du im Notfall auch Leitungswasser nehmen. Danach einfach trocknen lassen und hoffen, dass der Schaden kleiner bleibt als gedacht.

Restwein retten statt wegschütten

Fast jeder kennt es: Der Abend ist vorbei, die Flasche ist noch nicht ganz leer oder das Glas wird doch nicht mehr ausgetrunken. Und oft landet das Ganze dann im Ausguss – dabei ist das eigentlich gar nicht nötig.
Stattdessen kannst du den Wein ganz einfach in Eiswürfelformen füllen und einfrieren. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich vielseitig. Die Weinwürfel kannst du später für Sommercocktails oder Spritzer verwenden. Der große Vorteil: Sie verwässern dein Getränk nicht, sondern geben nur Geschmack ab. Auch beim Kochen sind sie super praktisch. Ein oder zwei Würfel in einer Pastasauce, einem Risotto oder einer Bratensauce lösen sich schnell auf und sorgen für mehr Aroma, ohne dass du extra eine Flasche öffnen musst. Das funktioniert übrigens sowohl mit Rot- als auch mit Weißwein problemlos.

Kein Korkenzieher? Kein Problem!

Du hast alles vorbereitet, der Wein steht bereit – und dann merkst du: Der Korkenzieher ist verschwunden. Ein typischer Moment, der genau dann passiert, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann. Zum Glück gibt es eine einfache Notlösung. Du nimmst eine Schraube und drehst sie vorsichtig in den Korken hinein. Wichtig ist, dass oben noch ein Stück Schraube herausragt. Danach kannst du den Korken mit einer stabilen Zange oder notfalls mit einer festen Gabel langsam herausziehen.
Das Ganze funktioniert überraschend gut, braucht aber etwas Geduld. Wichtig ist, nicht zu viel Kraft auf einmal zu verwenden, damit nichts abbricht oder abrutscht.

Länger halbtbar als gedacht

Viele denken, dass geöffneter Wein am nächsten Tag schon schlechter ist – das stimmt so nicht ganz. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du ihn deutlich länger genießen.
Wichtig ist v. a., die Flasche nach dem Öffnen wieder gut zu verschließen und möglichst kühl zu lagern, am besten im Kühlschrank. Dadurch verlangsamt sich der Oxidationsprozess deutlich. Rotwein sollte man vor dem Trinken einfach kurz wieder auf Zimmertemperatur bringen. Ein weiterer Trick: Wenn noch sehr wenig Wein in der Flasche ist, kannst du ihn in eine kleinere Flasche umfüllen. So ist weniger Luft drin, und der Wein hält sich länger frisch. So bleibt auch der Rest des guten Tropfens noch ein bis zwei Tage länger genießbar – ohne großen Qualitätsverlust.