Nicht jedes weltberühmte Gericht wurde von Spitzenköchen erfunden. Manche entstanden aus purer Not, andere durch Zufall, clevere Ideen oder kuriosen Zufällen. Hinter vielen Klassikern stecken... Mehr lesen ...
Meist wird das süßlich-aromatische Fruchtfleisch von Passionsfrüchten einfach herausgelöffelt. Ihre Schale entwickelt eine intensive violette Farbe. © Nungning20/Shutterstock.com
Beide stammen aus der Familie der Passionsblumengewächse und kommen ursprünglich aus dem tropischen Amerika. Trotzdem handelt es sich streng genommen um zwei Varianten derselben Pflanzenart – mit kleinen, aber spannenden Unterschieden in Aussehen, Geschmack und Verwendung.
Zwei Früchte, eine Familie
Maracuja heißt die Frucht der Gelben Granadilla, ihre Schale färbt sich bei Vollreife hellgelb. © Nguyen Huynh43/Shutterstock.com
Die klassische Passionsfrucht ist die meist kleinere, violette Variante. Sie wird auch als Purpurgranadilla bezeichnet. Ihre Schale wird bei Reife runzelig und leicht schrumpelig – ein Zeichen dafür, dass das Innere jetzt besonders aromatisch ist. Darin steckt ein goldgelbes bis leicht grünliches Fruchtfleisch voller kleiner Samen, das süß-säuerlich und sehr intensiv schmeckt.
Die Maracuja hingegen ist die gelbe „Cousine“ der Passionsfrucht. Sie gehört zur gleichen Pflanzenart, ist aber eine andere Form davon. Sie wird oft etwas größer, hat eine glatte, gelb bis gelbgrüne Schale und schmeckt deutlich säuerlicher. Genau deshalb wird sie besonders häufig für Saft, Drinks und Fruchtzubereitungen verwendet.
Geschmack, Saft & Einsatz in der Küche
Während die violette Passionsfrucht oft direkt ausgelöffelt wird, landet die Maracuja eher im Mixer. Ihr kräftig-säuerliches Aroma macht sie perfekt für Saft, Joghurt, Eis oder Desserts. Auch Sirup und Gelee lassen sich daraus wunderbar herstellen.
Die Passionsfrucht punktet dagegen mit ihrem süßlicheren, etwas runderen Geschmack – perfekt für alle, die sie einfach pur genießen wollen. Egal welche Variante: Das Fruchtfleisch wird direkt mit den Samen gegessen, was der Frucht ihren typischen Crunch verleiht.
Exotisch, aber auch bei uns möglich?
Und ja – ein bisschen Tropenfeeling kann sogar im eigenen Garten entstehen. Mit viel Wärme und einem geschützten Standort lassen sich Passionsblumen auch bei uns ziehen. Sie wachsen kletternd an Spalieren und lieben Sonne und konstante Wärme. Wichtig: Die Pflanzen sind echte Wärmefans. Während sich die violette Passionsfrucht schon bei etwas über 20 Grad wohlfühlt, braucht die gelbe Maracuja noch mehr Hitze, um richtig durchzustarten. In Österreich ist die Ernte im Freiland nicht möglich, unter bestimmten Bedingungen im Glashaus oder Innenraum ist es jedoch nicht ganz unmöglich.