Wer sich Süßigkeiten grundsätzlich verbietet, entwickelt oft ein noch stärkeres Verlangen danach. Kleine Ausnahmen können helfen, die Kontrolle zu behalten. © fast-stock/Shutterstock.com
Wer zum Beispiel sehr zuckerhaltige Lebensmittel wie Schokolade, Gummibärchen oder gezuckerte Getränke konsumiert, erlebt meist einen raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels – gefolgt von einem ebenso schnellen Abfall. Das lässt uns noch hungriger zurück, als wir zuvor waren. Strikte Verbote können den Effekt noch verstärken. Wer sich Süßigkeiten grundsätzlich verbietet, entwickelt oft ein noch stärkeres Verlangen danach. Kleine Ausnahmen können helfen, die Kontrolle zu behalten: Eine Portion Süßes oder Knabbereien in der Größe einer Handvoll reicht meist aus, um Gelüste zu stillen, ohne dass es überhandnimmt.
Auch Flüssigkeitsmangel spielt eine Rolle. Häufig wird Durst mit Hunger verwechselt, sodass ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee beim ersten Hungergefühl oft schon genügt. Wer regelmäßig trinkt, unterstützt nicht nur die Sättigung, sondern auch den Stoffwechsel. Schließlich kann auch ein unregelmäßiger Essrhythmus Heißhunger begünstigen. Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten lassen den Appetit stark ansteigen. Drei ausgewogene Hauptmahlzeiten pro Tag helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und die Gefahr von spontanen Gelüsten zu reduzieren. Für den Fall, dass der kleine Hunger zwischendurch doch zuschlägt, gibt es gesunde Alternativen, die schnell zubereitet sind und gleichzeitig satt machen. Cremiger, fettarmer Naturjoghurt mit frischem Obst stillt besonders süße Gelüste, während Rohkost mit einem Kräuterquark- oder Hummus-Dip knusprig, aromatisch und sättigend zugleich ist. Nüsse liefern gesunde Fette, Ballaststoffe und Eiweiß – schon eine Handvoll kann Heißhunger effektiv lindern. Wer es etwas kreativer mag, kann auch selbstgemachte Haferkekse oder geröstete Kichererbsen als Snack einplanen: Sie versorgen den Körper mit Energie und halten länger satt als klassische Süßigkeiten. So lässt sich Heißhunger nicht nur vorbeugen, sondern auch clever in den Alltag integrieren – und das Frühstück, der Snack oder die kleine Mahlzeit zwischendurch wird zur bewussten und genussvollen Entscheidung, statt zur schnellen Befriedigung eines Gelüsts.