Käserinden sind ideal, um Suppen, Eintöpfen oder Saucen eine Extraportion Würze zu verleihen. Einfach die Rinde beim Kochen mitziehen lassen und vor dem Servieren wieder entfernen – so bekommt jedes Gericht eine intensive Umami-Note. Auch in der experimentellen Küche macht die Käserinde eine gute Figur: Gut gereinigt, in kleine Stücke geschnitten und in der Mikrowelle erhitzt, wird die Parmesan-Rinde zu herrlich knusprigem Käse-Popcorn – perfekt als Snack oder raffiniertes Topping für Suppen und Salate.
Nicht jede Rinde ist essbar – behandelte, gewachste oder beschichtete Käse solltest du aussortieren. Feste und halbfeste Sorten wie Gouda, Leerdammer und Edamer werden oft mit Wachs, Paraffin oder Kunststoff überzogen - das schützt sie vor Austrocknung und unerwünschter Schimmelbildung. Diese künstliche Rinde ist ungenießbar und muss mit dem Hinweis „Kunststoffüberzug nicht zum Verzehr geeignet“ gekennzeichnet sein.
Naturbelassene Rinden hingegen, etwa von Parmesan und Bergkäse, sind unbedenklich. Tipp für Feinschmecker: Auch die essbaren Rinden von Edelschimmelkäse wie Brie oder Camembert verleihen warmen Gerichten eine besonders feine, herbe Note. Einfach sammeln, bis genug zusammenkommt und sobald eine ausreichende Menge vorhanden ist, zu Käsesauce oder Käsesuppe verarbeiten. Kleinere Mengen kannst du auch unter ein Risotto rühren und schmelzen lassen. So wird aus vermeintlichen Küchenresten ein echtes Geschmackswunder.