Erdäpfel entwickeln mit der Zeit kleine Triebe oder grüne Stellen – ein Zeichen dafür, dass sich der natürliche Schutzstoff Solanin gebildet hat. Doch wann sind sie noch unbedenklich, und wann sollte... Mehr lesen ...
Wer bei Blüten nur an Instagram-Food denkt, unterschätzt sie gewaltig. Viele essbare Blüten haben nämlich einen richtig eigenen Geschmack. Erbsenblüten schmecken zum Beispiel überraschend frisch und „grün“, während Blüten von Lauch, Knoblauch oder Schnittlauch eine leichte Schärfe mitbringen. Kräuterblüten von Petersilie, Majoran oder Schnittknoblauch sind oft sogar intensiver als die Kräuterblätter selbst.
Besonders beliebt sind auch Kapuzinerkresse mit ihrer pfeffrigen Note, Lavendel mit seinem intensiven Aroma oder Ringelblumen, die leicht würzig schmecken und Gerichten sofort Farbe verleihen. Veilchen und Rosenblätter sorgen eher für eine blumige, süßliche Note und machen sich perfekt in Desserts oder Sommerdrinks.
Auch Klassiker wie Zucchini- oder Kürbisblüten haben längst Kultstatus erreicht. Vor allem gefüllt oder knusprig ausgebacken gehören sie in vielen mediterranen Küchen fix dazu.
Das Beste an essbaren Blüten: Sie passen fast überall dazu. Schnittlauch- oder Knoblauchblüten peppen Salate oder Bowls auf, während Borretschblüten mit ihrem frischen Geschmack richtig gut zu Tsatsiki oder Sommerdips passen. Lavendel- und Veilchenblüten werden gerne zu Sirup verarbeitet und landen später in Cocktails, Limonaden oder Sorbets.
Für Süßes eignen sich v. a. Rosenblätter, Holunderblüten oder Duftveilchen. Ringelblumen machen Kuchen, Pudding oder selbstgemachtes Gelee nicht nur schöner, sondern bringen auch ein leicht würziges Aroma mit. Sogar einfache Eiswürfel wirken mit eingefrorenen Blüten plötzlich wie aus einem fancy Café.
Viele essbare Blüten stammen direkt aus dem Garten oder vom Balkon. Besonders beliebt sind Gänseblümchen, Kornblumen, Lavendel, Salbeiblüten, Thymianblüten, Löwenzahn, Flieder, Hibiskus oder Holunderblüten. Wer Kräuter oder Gemüse anbaut, hat oft mehr essbare Blüten zur Verfügung, als überhaupt bewusst ist.
So schön Blumen auch aussehen: Nicht alles, was im Garten wächst, gehört automatisch auf den Teller. Manche Blüten sind giftig und können gesundheitsschädlich sein. Deshalb solltest du nur Blüten verwenden, die du wirklich eindeutig erkennst und die nicht gespritzt wurden. Blumen aus dem Supermarkt oder Blumenladen sind dafür meistens ungeeignet, weil sie häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.
Wenn du aber weißt, welche Blüten essbar sind, kannst du in der Küche richtig kreativ werden. Denn oft reicht schon eine kleine Handvoll Blüten, um aus einem simplen Gericht etwas Besonderes zu machen.