In Gemüsebrühe oder Rinderfond schwimmend – so serviert man Maultaschen klassisch. © Karl Allgaeuer/Shutterstock.com
Angeblich wurden die Maultaschen vor über 500 Jahren im schwäbischen Kloster Maulbronn erfunden. Mönche versteckten während der Fastenzeit Fleisch im Nudelteig und tarnten es mit Spinat und Kräutern, wodurch eine schmackhafte Füllung entstand.
Jede schwäbische Familie hat ihr ganz eigenes Maultaschen-Rezept, doch alle sind sich einig, dass sie selbstgemacht und frisch am Gründonnerstag auf den Tisch kommen. Egal, welche Füllung es am Ende ist, der Nudelteig bleibt immer gleich.
Teig-Zutaten für 12 Maultaschen: 300 g Mehl, 3 mittelgroße Eier, 1 TL Salz, 1 EL Öl
Zubereitung Teig: Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier, Salz und Öl in die Mulde geben und mit rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedar ein wenig Wasser dazugeben.
Für eine vegetarische Spinat-Füllung brauchst du:
- 350 g Spinat TK oder frischer Blattspinat
- 120 g Toast 5 Scheiben oder Weißbrot gewürfelt
- 1 Zwiebel
- 1 EL Margarine (vegane Butter als Alternative)
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 1/2 TL Muskatnuss
- 1 EL Petersilie gehackt
Füllung zubereiten:
1.Frischer Spinat waschen und grob schneiden. TK-Spinat auftauen und in einem Sieb gut ausdrücken, sodass möglichst viel Wasser austritt.
2. Zwiebel und Knoblauch würfeln. Margarine oder vegane Butter in einem Topf oder einer Pfanne schmelzen. Zwiebel darin für 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Knoblauch hinzugeben und für 1 Minuten anschwitzen.
3. Spinat, Zwiebel und Knoblauch sowie Gewürze in eine Schüssel geben und vermischen. Anschließend die Toastscheiben oder Weißbrotwürfel dazu geben und gut verkneten, sodass keine großen Toast-/Weißbrotstücke mehr zu sehen sind. Abschmecken und nach Bedarf nachwürzen.
Für die klassische Maultaschen-Füllung brauchst du:
2 Semmeln (am besten vom Vortag)
300 g Faschiertes klassisch gemischt
200 g Leberkasbrät (Praktischer Tipp: Wenn du kein Brät bekommst, kannst du auch nur Faschiertes nehmen, aber die Füllung etwas stärker würzen und ggf mehr Fett (z. B. Speck) hinzufügen, damit sie nicht zu trocken wird.
2 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
70 g Petersilie
Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat
Tl Majoran
100 ml Schlagobers
3Eier
2 EL Semmelbrösel
1 EL Butter
1 l Rinderfond (kräftig)
0,5 Bund Schnittlauch
Füllung zubereiten:
1. Semmeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Schlagobers erhitzen und über die Semmelscheiben geben. Zwiebeln fein würfeln. Butter in einer Pfanne zerlassen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Petersilie waschen, mit den Stielen fein hacken, zu den Zwiebeln geben und 3-4 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen und abkühlen lassen.
2. Faschiertes, Brät, Semmelscheiben, Semmelbrösel, Eier und Zwiebelmischung in einer Schüssel zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskat und Majoran würzen. Füllung abgedeckt kaltstellen. Kurz bevor du die Masse in den Nudelteig füllst, holst du ihn wieder aus dem Kühlschrank.
Wenn die Maultaschen fertig gefüllt sind, müssen sie 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze in Gemüsebrühe, Salzwasser oder Rinderfond garen. Anschließend mit Schnittlauch bestreut servieren.
Wie geht das mit dem Füllen?
Nudelteig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche mit der Hand oder mit einer Nudelmaschine auf etwa 20 cm breite Bahnen etwa 1 ½-2 mm dünn ausrollen. Pro Maultasche etwa 2 EL Füllung in die Mitte der Teigbahnen geben, grob quadratisch formen und seitlich jeweils 2-3 cm Platz lassen. Den überstehenden Teig leicht mit Wasser befeuchten, von der langen Seite her über die Füllung klappen und leicht andrücken. Tipp: Mit einem Kochlöffelstiel die einzelnen Maultaschen abtrennen. Dabei den Teig gut andrücken und dann die Maultaschen mit einem Teigrädchen abschneiden.
Wie werden sie serviert?
Maultaschen werden typisch-schwäbisch in der Rindsuppe oder mit Kartoffelsalat serviert. Unkonventioneller ist es, sie knusprig angebraten als Salat-Topping oder tendierst du lieber zum gegrillter „Maultaschen-Burger“? Dort ersetzen sie das Burger-Patty.